Geschichte

111 Jahre Pensionskasse der Stadt Winterthur. Hätten Sie gewusst, dass es uns schon so lange gibt?
Unsere Chronik lesen Sie auf den nächsten Zeilen.

…und hier geht es zum neuesten Blog unseres Geschäftsleiters, der sich unserem Jubiläum ebenfalls annimmt.

Meilensteine 1911 – 1999

> Übersicht (PDF)

Meilensteine 2000 – 2022

2001
Im Jahr 2000 waren über 60% der Guthaben der PKSW in Form eines Darlehens bei der Stadt Winterthur angelegt. Dieses soll in den nächsten Jahren stark reduziert werden, um der Pensionskasse die Möglichkeit zu geben, direkt an den Kapitalmärkten langfristig höhere Renditen zu erzielen. Noch immer befindet sich die PKSW mit einem Deckungsgrad von knapp über 90% in einer prekären finanziellen Lage.

2005
Am 1.1.2005 tritt die erste BVG-Revision in Kraft. Der Tendenz zu mehr Teilzeitarbeitsverhältnissen wird Rechnung getragen, in dem die Schwelle für die Aufnahme in die PKSW um rund CHF 6’000 auf CHF 19’350 gesenkt wird. Zudem wird der Satz für die Umwandlung von Kapital in eine Rente von 7,2% auf 6,8% gesenkt. Damit es zu keinen Verschlechterungen für die Versicherten kommt, wird im Gegenzug das Alterskapital entsprechend heraufgesetzt.

2006
Die Privilegien für die Winterthurer Stadträtinnen und Stadträte werden ab der Legislaturperiode 2006 / 2010 abgeschafft. Bis anhin wurden die Mitglieder des Stadtrates grosszügig in die Pensionskasse eingekauft und aber Alter 55 und 12 Amtsjahren stand ihnen ein Ruhestandsgehalt von 60% des versicherten Lohnes zu. Neu sind die Mitglieder des Stadtrates den übrigen Versicherten der PKSW gleichgestellt.

2008
Der weltweite Einbruch an den Börsen – der Wert der ausländischen Aktien sinkt um über 45% – dies führt bei der PKSW zu einem Verlust auf den Kapitalanlagen von 250 Millionen Schweizer Franken und einen Rückfall des Deckungsgrades auf 84%.

2009
Nach über 30-jähriger Tätigkeit als Geschäftsleiter der PKSW geht Martin Duttweiler in die verdiente Pension und übergibt den Stab an Rudolf Steiner-Pulimeno. Dank dem positiven Ergebnis aus den Kapitalanlagen verbessert sich der Deckungsgrad auf knapp 90%, was noch immer eine sehr angespannte finanzielle Lage bedeutet.

2011
Die PKSW feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Die noch nicht bewältigte Finanzkrise im Jahr 2008 und die anstehende Revision der Statuten, sowie die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Verselbständigung sind grosse Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Aus diesem Grund wird auf Feierlichkeiten verzichtet. Zudem tritt Stadtpräsident Ernst Wohlwend nach 10-jähriger Tätigkeit zurück. Seine Nachfolge tritt Michael Künzle an, welcher neu die Verwaltungskommission präsidiert.

2014
Ein grosser Meilenstein in der Geschichte der PKSW ist die Verselbständigung als öffentlich-rechtliche Pensionskasse. Ab dem 1.1.2014 ist die PKSW als Stiftung organisiert. Dieser Schritt wurde notwendig, weil ab diesem Datum die Führung der Pensionskasse im Rahmen der Stadtverwaltung als Abteilung gesetzlich nicht mehr zulässig ist. Die frühere Verwaltungskommission wird durch einen Stiftungsrat ersetzt, welcher neu von Frau Dr. Eva Schwarzenbach präsidiert wird.

2019 – 2022
Die PKSW hat auch 5 Jahre nach der Verselbständigung finanzielle Sorgen, trotz überdurchschnittlichen Erträgen auf den Kapitalanlagen. Grund dafür ist das rasch absinkende Zinsniveau von 2014 bis 2019 und die unvollständige Ausfinanzierung im Zeitpunkt der Verselbständigung. Der Kreditantrag über CHF 144 Mio. zu Gunsten der PKSW wird vom Grossen Gemeinderat abgelehnt. Stattdessen wird der Stadtrat beauftragt, Alternativen für die berufliche Vorsorge der Stadtangestellten zu prüfen. Die Submission im Jahr 2020 führt zum Entscheid, dass die eigenständige Weiterführung die zielführendste und kostengünstigste Lösung ist. Die in der Submission unterlegene Pensionskasse zieht diesen Entscheid ans Zürcher Verwaltungsgericht, welches im Jahr 2022 die Beschwerde abweist.

2022
Erstmals seit über 14 Jahren weist die PKSW per 31.12.2021 einen Deckungsgrad von über 100% aus. Leider hat die Erreichung dieses Zwischenzieles nur kurz Bestand. Wegen des Krieges in der Ukraine und der rasant steigenden Teuerung brechen die Kapitalmärkte (Aktien, Obligation und Immobilien) im Frühjahr 2022 ein. Der rechnerische Deckungsgrad sinkt deshalb bei der PKSW wieder unter die 100%-Marke.

Bilder:
Stadtbibliothek Winterthur
Stadtbus Winterthur, Alessandro Della Bella
Stadtgrün Winterthur, Annette Hirschberg

Sie möchten informiert werden, wenn ein neuer Beitrag im "Pension Blog" online ist?
Melden Sie sich an: