Das alte Haus von Rocky Docky

Im Liedtext des Songs von Bruce Low aus dem Jahr 1955 heisst es wörtlich: «Das alte Haus von Rocky Docky hat vieles schon erlebt, kein Wunder, dass es zittert, kein Wunder, dass es bebt… es wartet jeden Abend aufs neue Morgenrot.»
Worauf will ich hinaus? Wenn ich mich mit nicht «Pensionskässler:innen» unterhalte, so höre ich oft, dass die Vorsorgelösungen ihrer Pensionskasse verkrustet und veraltet seien, genau so wie das alte Haus von Rocky Docky, welches «alt und hässlich» geworden ist. Leider muss ich ihnen (zum Teil) recht geben. Dies zeigt übrigens auch eine globale Studie der Unternehmensberatungsfirma Mercer aus dem letzten Jahr, bei welcher die Schweiz nicht einmal mehr einen Topten-Platz einnimmt, obwohl wir doch immer glaubten, die Nummer Eins auf der Welt zu sein, was die Altersvorsorge anbetrifft. Wer sich etwas vertiefter mit der Schweizer Altersvorsorge auseindersetzen will, kann gerne meinen Kommentar «Vorsorge-WM 2026: K.o.-Phase ohne die Schweiz!» in der Fachzeitschrift «Schweizer Personalvorsorge 09/2026» lesen.

Kommen wir zurück auf die Altersvorsorge für Sie als versicherte Person der PKSW. Sollten Sie bei einer anderen Pensionskasse versichert sein, gelten die nachstehenden Überlegungen singemäss. Was können wir tun, damit auch junge Winterthurerinnen und Winterthurer, welche bei der Stadt, beim Technorama, der Brühlgutstiftung, den evangelischen Kirchgemeinden, dem Theater, dem Kunstverein oder bei einem Schwimmbad beschäftigt sind, sich für Ihre Pensionskasse zu interessieren beginnen? Oder wie es in der vierten Strophe des Liedes heisst: «Dieses Haus will ich bewohnen, komm vom Wandern ich zurück, denn das Haus ist voller Wunder und heimlicher Musik….». Ja, auch ihre Pensionskasse, die PKSW ist voller Wunder und heimlicher Musik. Auch wenn wir die Renovation noch nicht ganz abgeschlossen haben, kommen wir diesem Ziel Schritt um Schritt näher. Nun gilt es, das kernsanierte Haus aus dem Jahr 1914 (Gründungsjahr der PKSW) wieder wohnlich zu machen.

Über seine Pensionierung spricht man mit seiner Pensionskasse.
Lukas Müller-Brunner, Geschäftsführer des Pensionskassenverbandes ASIP

Was können wir unternehmen, damit die Attraktivität der PKSW gesteigert werden kann? (Gerne dürfen Sie auch eigene Vorschläge an pensionskasse@pksw.ch senden)


Der Geschfäftsführer des Pensionksassenverbandes ASIP, Lukas Müller-Brunner hat klar gemacht, was das Ziel sein muss: «Über die Pensionierung spricht man mit seiner Pensionskasse». Dies bedeutet aber auch, schon in jungen Jahren ein vertrauensvolles Verhältnis mit der eigenen Pensionskasse aufgebaut zu haben. Gerne halte ich nachstehend fest, was wir bei der PKSW für Schritte planen oder bereits beschlossen haben, das Vorsorgeangebot auf den neusten Stand zu bringen:

  • Wahlsparpläne
    Bis anhin hatten Sie als versicherte Person keine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, wieviel fürs Alter auf die Seite gelegt wird. Dies hat ganz alleine Ihre Arbeitgeberin zusammen mit der Pensionskasse festgelegt. Auf den 1. Juli 2027 ist geplant und vom Stiftungsrat beschlossen, dass Sie – wie bei vielen anderen Pensionskassen bereits möglich – aus drei Sparplänen auswählen können. Dies bedeutet, dass Sie Ihren persönlichen Sparbeitrag und somit Ihr Pensionskassenguthaben erhöhen können, während der Beitrag der Arbeitgeberin gleich hoch bleibt. Dieser zusätzliche Sparbeitrag ist von der Einkommenssteuer befreit.
  • Attraktive Verzinsung
    Leider war die PKSW in den letzten Jahren mit grossem Aufwand damit beschäftigt, die «faulen Schindeln» und die «morschen Balken» zu sanieren. Deshalb stand auch kein Geld zur Verfügung, welches an die Versicherten in Form von Zusatzverzinsung ausgeschüttet werden konnte. Auch wenn die Sanierung noch nicht ganz abgeschlossen ist, verfügt die PKSW zwischenzeitlich wieder über ein Polster, welches eine Verzinsung der Guthaben zulässt, welche über der gesetzlichen Mindestverzinsung liegt.
  • Persönliche Beratung
    Bereits heute bietet die PKSW umfangreiche Beratungsdienstleistungen an. Sei es als individuelle Pensionierungsberatung, über die Seminare für «Nachberufliche Zukunft» oder auch bei allen anderen Änderungen der Lebensverhältnisse. Künftig werden wir Ihnen auch eine massgeschneiderte Beratung anbieten können, wie Sie dies von Beraterinnen und Beratern von Finanzinstituten kennen – transparent und uneigennützig.

Das legendäre Lied «Das alte Haus von Rocky Docky» schliesst mit den hoffnungsvollen Zeilen: «Alle Sterne hör ich singen und der Schatten am Kamin, leitet zu den Träumen meiner Jugend hin.» Ich hoffe, dass auch Sie schon bald die vierte Strophe des Liedes mit der PKSW verbindet… wir von der Geschäftsstelle werden alles dafür tun.

Stephan Keller
Vorsitzender der Geschäftsleitung


Stephan Keller leitet die Pensionskasse der Stadt Winterthur seit August 2020.

Der 60-jährige bringt über 30 Jahre Erfahrung in der beruflichen Vorsorge mit, ist Betriebsökonom FH und hat einen Masterabschluss in Customer Relationship Management der ZHAW. Keller bezeichnet sich als kompetenten, kommunikativen und kreativen Brückenbauer innerhalb der 2. Säule.